Samstag, 12. Dezember 2015

CFS/ME: Gib die Hoffnung auf!

Manchmal denke ich, es macht gar keinen Unterschied ob ich nun aktiv etwas gegen die Krankheit unternehme oder nicht.
Es geht mir trotz meiner Bemühungen immer etwa gleich. Mal besser mal schlechter. Definitiv besser als vor 2 Jahren, das schon,  ich kann wieder mehr unternehmen. Aber vielleicht ginge es mir genau gleich, wenn ich der Krankheit einfach ihren Lauf gelassen hätte?
Jedenfalls werde ich nun die Hoffnung auf Besserung aufgeben. Hoffen heisst, auf ein besseres Morgen zu warten und dieses Hoffnung raubt mir die Gegenwart. Klar möchte ich gesund werden, das wäre wunderbar aber wer weiss, ob das eintreffen wird
Ich werde versuchen die guten Momente die der Tag bringt zu geniessen und die schlechten durchziehen lassen, ohne mich gross damit zu beschäftigen und mein Leben mit Müdigkeit und all den Einschränkungen einfach mal so akzeptieren, wie es nun eben ist. Es bringt mir gar nichts, etwas zu wollen, das ich momentan nicht haben kann. Einfacher gesagt als getan … Aber ich denke, die Hoffnungslosigkeit nimmt mir den Frust und die Angst vor Rückschlägen. Ich warte seit 3 Jahren auf ein Wunder das nicht eingetreten ist und damit ist nun Schluss. Fakt ist, dass ich momentan mit der Krankheit leben muss, so gut es eben geht und mit so viel Gelassenheit wie irgend möglich
Herzlich,
Christine
Das hier habe ich aus „wenn alles zusammenbricht“ von Pema Chödron. Ich finde, es drückt sehr gut aus, was ich mit meinem Post sagen möchte:
Auf tibetisch gibt es einen Ausdruck: ye tang che. Ye bedeutet „ganz und gar, vollständig“, der Rest des Begriffs bedeutet „erschöpft“. Zusammen bedeutet ye gang che also völlig erschöpft. Wir könnten auch sagen „endgültig die Nase voll haben“. Gemeint ist eine Erfahrung völliger Hoffnungslosigkeit, das vollständige aufgeben jeglicher Hoffnung. Das ist ein wichtiger Punkt. Es ist der Anfang vom Anfang. Ohne die Hoffnung aufzugeben, dass es irgendwo besser ist oder dass man selbst irgendwie besser sein könnte, werden wir niemals gelassen akzeptieren, wo wir sind und wer wir sind.
Statt uns von unserer Negativität überwältigen lassen, können wir uns auch eingestehen, dass wir uns momentan beschissen fühlen und uns die Lage ohne Zimperlichkeit anschauen. Das ist die mitfühlende Haltung. Das ist die mutige Einstellung.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Am Rande ...

Es ist euch sicher schon aufgefallen, dass ich mich öfters wiederhole oder mich in einen Posts manchmal widerspreche. Dieser Blog spiegelt meinen Weg mit CFS wider. Gewisse Einsichten verändern sich mit der Zeit, neue kommen dazu und was mir am Anfang wichtig schien, hat seine Bedeutung verloren. Ich werde also weiterhin frisch von der Leber schreiben auch mit Widersprüchen. Zudem lasse ich was mal geschrieben ist so stehen und korrigiere alte Einträge nicht.

Herzlich,
Christine



Couch-Potato

An alle Couch Potatoes und Bewegungsmuffel. Ich wünsche euch einen Tag mit CFS und ihr würdet es unglaublich schätzen, dass ihr einen Körper...