Samstag, 12. Dezember 2015

CFS/ME: Gib die Hoffnung auf!

Manchmal denke ich, es macht gar keinen Unterschied ob ich nun aktiv etwas gegen die Krankheit unternehme oder nicht.
Es geht mir trotz meiner Bemühungen immer etwa gleich. Mal besser mal schlechter. Definitiv besser als vor 2 Jahren, das schon,  ich kann wieder mehr unternehmen. Aber vielleicht ginge es mir genau gleich, wenn ich der Krankheit einfach ihren Lauf gelassen hätte?
Jedenfalls werde ich nun die Hoffnung auf Besserung aufgeben. Hoffen heisst, auf ein besseres Morgen zu warten und dieses Hoffnung raubt mir die Gegenwart. Klar möchte ich gesund werden, das wäre wunderbar aber wer weiss, ob das eintreffen wird
Ich werde versuchen die guten Momente die der Tag bringt zu geniessen und die schlechten durchziehen lassen, ohne mich gross damit zu beschäftigen und mein Leben mit Müdigkeit und all den Einschränkungen einfach mal so akzeptieren, wie es nun eben ist. Es bringt mir gar nichts, etwas zu wollen, das ich momentan nicht haben kann. Einfacher gesagt als getan … Aber ich denke, die Hoffnungslosigkeit nimmt mir den Frust und die Angst vor Rückschlägen. Ich warte seit 3 Jahren auf ein Wunder das nicht eingetreten ist und damit ist nun Schluss. Fakt ist, dass ich momentan mit der Krankheit leben muss, so gut es eben geht und mit so viel Gelassenheit wie irgend möglich
Herzlich,
Christine
Das hier habe ich aus „wenn alles zusammenbricht“ von Pema Chödron. Ich finde, es drückt sehr gut aus, was ich mit meinem Post sagen möchte:
Auf tibetisch gibt es einen Ausdruck: ye tang che. Ye bedeutet „ganz und gar, vollständig“, der Rest des Begriffs bedeutet „erschöpft“. Zusammen bedeutet ye gang che also völlig erschöpft. Wir könnten auch sagen „endgültig die Nase voll haben“. Gemeint ist eine Erfahrung völliger Hoffnungslosigkeit, das vollständige aufgeben jeglicher Hoffnung. Das ist ein wichtiger Punkt. Es ist der Anfang vom Anfang. Ohne die Hoffnung aufzugeben, dass es irgendwo besser ist oder dass man selbst irgendwie besser sein könnte, werden wir niemals gelassen akzeptieren, wo wir sind und wer wir sind.
Statt uns von unserer Negativität überwältigen lassen, können wir uns auch eingestehen, dass wir uns momentan beschissen fühlen und uns die Lage ohne Zimperlichkeit anschauen. Das ist die mitfühlende Haltung. Das ist die mutige Einstellung.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Am Rande ...

Es ist euch sicher schon aufgefallen, dass ich mich öfters wiederhole oder mich in einen Posts manchmal widerspreche. Dieser Blog spiegelt meinen Weg mit CFS wider. Gewisse Einsichten verändern sich mit der Zeit, neue kommen dazu und was mir am Anfang wichtig schien, hat seine Bedeutung verloren. Ich werde also weiterhin frisch von der Leber schreiben auch mit Widersprüchen. Zudem lasse ich was mal geschrieben ist so stehen und korrigiere alte Einträge nicht.

Herzlich,
Christine



Samstag, 21. November 2015

Freundschaft

Was mich immer noch sehr beschäftigt ist das Thema Freundschaft und vor allem die Bedeutung der Freundschaft in diesen einsamen, harten Zeiten.

Wo waren meine Freunde in diesen dunklen Tagen & Nächten? Habe ich ungenügend kommuniziert, wie schlecht es mir wirklich geht, wie rabenschwarz es in meiner Seele aussieht?  Sehen sie schlicht keine Notwendigkeit anzurufen oder mich zu besuchen? Habe ich die Momente vergessen WENN sie sich gekümmert haben und erinnere ich mich nur an die einsamen Tage wenn sie es nicht taten? Habe ich nicht mehr Unterstützung weil mein (ungesunder) Drang nach Selbständigkeit verhindert, dass ich genug danach frage? Wo waren sie, als ich sie so dringend gebraucht hätte, sei es um eine Erledigung gegangen oder um eine so dringend benötigte Prise Hoffnung & Trost. Wie damit umgehen dass zum Verlust eines „normalen“ Lebens auch noch der Verlust von Freundschaften zu verkraften ist?

Diese Fragen sind für mich immer noch schmerzhaft. Diese Gleichgültigkeit meinem Leiden gegenüber. Ist es Hilflosigkeit, ist es pure Ignoranz?

Ich weiss, dass mich diese Fragen nicht weiter bringen. Ich weiss, dass es Energieverschwendung ist, Freunde oder Ärzte davon überzeugen zu wollen, dass die Krankheit real und schmerzhaft ist. Das leuchtet mir ein! Jedenfalls auf der rationalen Ebene. Meine Gefühle sprechen da eine andere Sprache und werden mich wohl noch etwas länger beschäftigen.

Ich wünsche allen ein positives, verständnisvolles Umfeld!

Herzlich,
Christine

Donnerstag, 19. November 2015

Mittags nicht zu schlafen bedeutet Stress

Ich lege mich auf der Arbeit jeden Mittag hin. Wie ich schon geschrieben habe, hab ich mir dafür extra einen Liegestuhl gekauft und den auf der Arbeit in den Keller gestellt. Ohne diesen Mittagsschlaf, würde ich den Arbeitstag kaum überstehen. Es gibt Tage, da freue ich mich bereits beim Aufstehen darauf, mich am Mittag hinlegen zu können. 

Anfangs habe ich mich für mein Nickerchen geschämt und versucht, meine Angewohnheit zu verstecken. Schlaf ist ja nicht eben angesagt in unserer Leistungsgesellschaft. Inzwischen haben sich alle daran gewöhnt, dass Christine im Keller einen Liegestuhl stehen hat. Zudem ziehe ich mich zur Meditation zurück und nicht zum Schlafen ...
Es kommt nun sogar vor, dass ich Kollegen von "meiner" Liege verscheuchen muss. Es haben nun auch andere rausgefunden, wie gut so eine Auszeit tut. Nur liegt die Müdigkeit bei ihnen nicht an CFS sondern an der anstrengenden Freizeit :-)

Es ist ja schon länger bekannt, dass eine Siesta gut tut und sich die Batterien dadurch wieder aufladen lassen (was leider bei CFS nicht wirklich klappt). 

Ein Satz im erwähnten Artikel hat es mir besonders angetan: "Wenn wir müde sind und gegen den Schlaf ankämpfen, dann bedeutet das Stress - und ein Mittagsschlaf nimmt ihn. Stress schadet Körper und Seele." Ich tue eigentlich den ganzen Tag nichts anderes als gegen die Müdigkeit anzukämpfen, obschon ich weiss, dass das nicht gut ist, weiss ich nicht, wie ich aus dieser Stressfalle rauskommen soll. Leider lässt sich dieses Dilemma zur Zeit nicht lösen und ich versuche einfach so gelassen wie möglich durch den Tag zu kommen. 

Herzlich,
Christine

Sonntag, 11. Oktober 2015

Schreiben als Draht zur Welt

Wer gerne schreibt und sich isoliert und von der Umwelt abgeschnitten fühlt, dem empfehle ich postcrossing. Ist eine schöne Art, sich die Welt ins Wohnzimmer zu holen und gleichzeitig sein Englisch aufzufrischen.
Diese Karte habe ich aus Amerika bekommen. Die strahlt so viel Lebensfreude aus und stellt mich jedes Mal auf wenn ich sie anschaue. Aus China habe ich die Aufnahme eines Karussells gekriegt, ob dieser Schreiber wohl gespürt hat, wie ich mich oft fühle ...


Wer sich selber eine Freude machen will, kann sich (oder natürlich auch jemand anderem) über diese App der Schweizer Post Gratispostkarten schicken (funktioniert nur in der Schweiz und im FL). Ich habe dies eine zeitlang gemacht und mir zB Fotos meiner Joggingschuhe geschickt um mich daran zu erinnern, wohin ich will.

Happy Sunday!
Christine



Samstag, 10. Oktober 2015

Konzentration auf Symptome, Grübeln

Oh Wunder, ich habe in den letzten Wochen tatsächlich Momente, in denen meine Gedanken nicht um CFS kreisen. Das ist so befreiend. Nach der langen Zeit in der ich mich nonstop müde, unwohl, innerlich nervös und so fühlte, als würde ich von überall her attackiert, tut es gut, durchatmen zu können.

Mich von der Konzentration auf die Symptome abzulenken, finde ich nach wie vor der Schlüssel auf dem Weg zur Heilung. Es gibt viele Möglichkeiten das anzugehen wie das Gupta Programm oder der Rational approach von Loz Evans. Es braucht Zeit, Durchhaltewillen und Disziplin bis die Botschaft im Gehirn ankommt aber ich merke, dass es möglich ist. Weiter würde ich jedem empfehlen, einen guten Therapeuten zu suchen. Das heilt zwar CFS nicht hilft aber einen Platz zu finden um mit dem Stress, dem Frust und der Verzweiflung besser klar zu kommen. Und vor allem den enormen Leidensdruck abladen zu können.

Wenn ich merke, dass ich in einem Gedankenkarussell feststecke, hilft es mir die Kopfhörer aufzusetzen, ganz laut Musik zu hören (das übertönt die Gedanken) und raus zu gehen. Was mir auch gut hilft ist, mir den ganzen Frust von der Seele zu schreiben. Einfach drauf los schreiben oder besser gesagt, "es" schreiben lassen ohne viel darüber nachzudenken. Ich mache das oft, besonders auf der Arbeit, wenn mich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit überkommt. Versucht es, expressives Schreiben hilft wirklich! Die vollgekritzelten Blätter werfe ich übrigens weg, es ist nicht nötig das Geschriebene zu lesen.

Der Genesungsprozess braucht Geduld. Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange mit dieser Erkrankung leben muss. Vielleicht auch besser so ...
Herzlich,
Christine

Hier noch weitere Tipps aus Spiegel online: Raus aus der Grübelfalle

Mittwoch, 2. September 2015

Leichter Aufwärtstrend

Meine Strategie der Hoffnungslosigkeit scheint sich zu bewähren. Ich komme viel besser mit dem CFS Leben klar. Meist kann ich Tiefs viel besser vorbeiziehen lassen. Ich versuche sie nicht zu beachten mit einer Mir-Doch-Egal-Einstellung. Soll der Körper doch Symptome produzieren: mir doch egal. Es ist schwierig wenn die Krankheit schon so lange dauert, aus dem Loop auszubrechen, man wird ängstlich und ist Non-Stop auf der Lauer. Aber es ist nun an der Zeit, dass ich mich von dieser Krankheit verabschiede. Diese Konditionierung auf die Symptome ist wirklich ein Elend. Es scheint mir, dass ich mir die im Anfangsstadium der Erkrankung angeeignet habe und nun nicht mehr überwinden kann als hätte sie sich tief im Gehirn eingegraben. An schlechten Tagen kreisen meine Gedanken in einer Endlosschlaufe um CFS es ist mir dann fast unmöglich, mich davon zu distanzieren. Da hilft es mir am besten, die Kopfhörer aufzusetzen und die Musik so laut einzustellen, dass ich meine eigenen Gedanken nicht mehr hören kann ;-)

Das Gupta Programm mache ich nicht mehr ganz so sehr eifrig. Geholfen hat es mir sehr, ohne das Retraining wäre ich nicht da wo ich bin. Ganz viel was Ashok Gupta sagt macht Sinn & Mut. Unter anderem auch, dass es nichts bringt, jedes einzelne Symptom zu bekämpfen. Hat sich das Nervensystem erst mal beruhigt, gehen die Beschwerden nach und nach von selbst weg. Bei mir sind das: keine geschwollenen Lymphknoten mehr, der Puls hat sich beruhigt und bewegt sich in normalem Rahmen,  die Migräneattacken sind selten, das Grippegefühl ist verschwunden, die Muskelschmerzen sind weg, sogar die Müdigkeit ist etwas besser geworden.

Langsam versuche ich, meine Kondition wieder aufzubauen. Seit Kurzem kann ich wieder 1 Stunde spazieren gehen oder Fahrrad fahren. Es hat viele Anläufe gebraucht. Ich musste wieder lernen, mir das zuzutrauen ohne dass meine Beine schon beim Gedanken daran schwach wurden. Im Nachhinein würde ich mir mit dem Training viel länger Zeit lassen. Ich hatte immer das Gefühl, ein paar Kilometer kann doch jeder gehen und hab mich dazu gezwungen - dadurch hab ich grosse Rückschläge provoziert. Dr. Sarah Myhill, Pattern of recovery beschreibt sehr schön, wann man was tun oder besser lassen sollte. ABER vor allem nie, nie aufgeben. Was an einem Tag nicht geht, ist am nächsten möglich. Einfach immer wieder probieren, die Grenzen ausloten und sich kleine Ziele stecken. Ich denke, es geht nur aufwärts, wenn wir uns bewegen, Neues wagen und geduldig sind mit uns.

Herzlich,
Christine

Sonntag, 21. Juni 2015

Gupta's STOP-STOP-STOP

Wer das Gupta Retraining macht, kennt es zur Genüge. Jeder negative Gedanke wird mit einem dezidierten "STOP-"STOP-STOP! unterbrochen. Da das auf Dauer - bei gefühlten 1000 negativen Gedanken am Tag - öde wird, hier ein paar (nicht zu ernst gemeinte) Alternativen:

  • Ruhe da oben!
  • es reicht oder auf gut berndeutsch: äs längt!
  • stop in den name of love 😀
  • keine Gefahr in Sicht
  • so what
  • müde? na und!
  • jetzt reicht's! Mundart: itz isch de gnue Höi dunge! 
  • schalalala kann wahlweise durch schubidubidu ersetzt werden ...
  • Psst, Ruhe bitte!
  • genug jetzt!
  • basta!
  • die 7er-Reihe rauf und runter aufsagen
Wie stoppt ihr die negativen Muster?

Wir sind FREI zu glauben was wir wollen, auch wenn die wiederkehrenden Gedanken eine Plage sind!

😀
Herzlich,
Christine



Mittwoch, 13. Mai 2015

Motzblogpost

Hallo ihr stillen Leser!

Ich habe vor knapp einem Jahr mit diesem Blog  begonnen, weil ich mir den Austausch mit anderen CFS Betroffenen gewünscht und erhofft habe. Leider ist das nicht eingetroffen. Ich schreibe mir die Finger wund und erhalte kaum ein Feedback und das macht auf Dauer weder Freude noch Sinn. Schade. Ich sehe ja, dass die Beiträge fleißig gelesen werden. Warum schreibt ihr keine Kommentare, gebt auch mir einmal einen Tipp oder eure Erfahrung weiter?

Herzlich,
Christine

Sonntag, 26. April 2015

Hirnwellen / Brainwave Training / binaural Beats

Die die meinen Blog verfolgen wissen, dass ich nicht gross an die These eines Virus glaube, der CFS verursacht. Vielmehr denke ich, dass CFS von uns selber kommt. Irgendwie haben wir es geschafft, die Krankheit  durch unser Verhalten und unseren Lebensstil zu kreieren. Es ist nicht etwas von aussen, das uns attackiert sondern UNSERE Realität, unsere Gedanken und Emotionen haben uns in diesen Teufelskreis gebracht. Ja, nicht alle werden mit dieser Aussage einverstanden sein aber das ist meine Meinung, die so für mich stimmt. Und ich weiss, dass die Symptome sehr real sind, ich erlebe es täglich.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser Zustand (teilweise) rückgängig gemacht werden kann. Wenn es gelingt neue Gedankenmuster zu kreieren, den fight or flight  Zirkel zu durchbrechen und das Nervensystem (allgemein ausgedrückt) zu beruhigen, werden sich auch die Symptome von Müdigkeit, Schwäche und Schmerzen langsam bessern. Das Gupta Programm zielt in diese Richtung, Yoga, Massagen und Meditation auch.

Ich denke unser Gehirn/Nervensystem war Dauerreizen ausgesetzt (ob emotional, körperlich oder toxisch) und überreagiert,  hat sich eine "falsche" Reaktionsweise angeeignet und agiert nun viel zu sensibel auf Reize jeder Art und versetzt den Körper in höchste Alarmbereitschaft. Gut zureden und tief atmen hilft mir. Trotzdem glaube ich, dass vieles im Unterbewusstsein abläuft und nicht so einfach zu korrigieren ist. Schon gar nicht klappt es mit Wollen & Wünschen, sonst wäre ich schon längst wieder gesund.

Aus diesem Grund hoffe ich, dass mir Brainwave Meditationen helfen, wieder etwas Ordnung in das Durcheinander in meinem lymbischen System zu bringen.

Es gibt diverse Anbieter von Audio Beats, da muss jeder für sich schauen, was ihn anspricht. Ich höre mir die Tracks täglich an, besonders wenn ich todmüde und erschöpft von der Arbeit heimkomme. Statt mich hinzulegen, lasse ich mich eine halbe Stunde vom Klangteppich beschallen und fühle mich danach fast immer besser und wacher. Anfangs sind diese Meditationen etwas gewöhnungsbedürftig aber das Durchhalten lohnt sich.

Ich benütze diedie und diese. Hier noch ein weiterer interessanter Artikel zu CFS und Hirnwellen Training. Wer noch mehr wissen möchte, kann sich diese Videos anschauen, sehr informativ!

Wenn ihr Fragen habt, beantworte ich die gerne.

Häbet Sorg!
Herzlich,
Christine

Sonntag, 8. März 2015

wie weiter ...



Und schon gehört meine Auszeit der Vergangenheit an. Ich bin 3 Wochen durch Laos/Vietnam gereist und es ging mir erstaunlich gut. Die Reise hat mir gezeigt, dass trotz und mit CFS vieles möglich ist!
Endlich konnte ich meinen Kopf lüften. Ich hab mir im Vorfeld grosse Sorgen gemacht, ob ich die lange Reise, die Hitze, den Lärm und das Alleinreisen meistern kann und weiss nun: ja, ich kann das! Mit vielen Ruhepausen und noch mehr Massagen plus Vitamin C und D-Ribose war ich gut unterwegs.

Zurück im Alltag und auf der Arbeit plagen mich die Erschöpfung, die schweren Beine und das Grübeln wieder stärker. Ich frage mich, ob abgesehen von der sorglosen Zeit, auch die Nahrungsumstellung eine Rolle gespielt hat, dass es mir so viel besser ging. Es geht nun wirklich darum herauszufinden, was mir helfen könnte. Ich bin schon länger in einer Art Plateauphase, es geht mir bedeutend besser als vor einem Jahr aber ich komme einfach nicht auf die nächste Stufe Richtung Gesundheit.

In letzter Zeit habe ich viele Artikel zum Thema Adrenal Fatigue gelesen. Das klingt alles sehr plausibel und ich denke, dass eine Nebennierenschwäche evtl. zu CFS geführt hat. Es gibt zwar auch für dieses Leiden keine schnelle Lösung aber alles zusammen deckt sich mit Ashok Gupta's Hypothese und viele der Anregungen im Gupta Programm decken sich mit den Ratschlägen in zB Dr Lam's Website über Adrenal Fatigue oder diesem Artikel hier (deutsch). Ich werde diese Ansätze konsequenter verfolgen, speziell was die Ernährung betrifft (dazu im nächsten Blogpost mehr), das früh ins Bett gehen, die Einnahme von Vitaminen der B Gruppe (B5 und B12) und Vitamin C.  Und weiterhin: meditieren, in Bewegung bleiben und das Gupta Retraining Programm anwenden.
Ansonsten folge ich meinem Herzen und Verstand und versuche positiv zu bleiben und den Schwung der Ferien in den Alltag mitzunehmen. Da ich mich von einem Mönch habe segnen lassen, sollte dem nichts im Wege stehen :-)

Nach längerer Pause habe ich einen Termin bei meinem TCM Arzt. Ich habe 2013 bereits eine Kur mit den chinesischen Medikamenten Imperial Tonic/Xi Yang Shen 14 und Adrenoplex/Ren Shen 21 gemacht und denke, eine Wiederholung im jetzigen Zeitpunkt könnte sich lohnen. Interessanterweise weisen auch diese Medikamente Richtung Nierenschwäche, ein weiser Mann mein Arzt ...

Es gibt nach wie vor viel zu tun und ich versuche, das fehlende Puzzleteilchen für mich zu finden ohne mich unnötig zu stressen. Was mir definitiv am meisten helfen würde, wäre eine längere Reise. Leider fehlt mir dazu das nötige Kleingeld ...

Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint: geniesst den Tag, auch wenn es nur vom Sofa aus ist.
Herzlich,
Christine


Sonntag, 1. Februar 2015

Update Gupta Amygdala Retraining

Ich mache nun seit 2 Monaten das Amygdala Retraining und von allem was ich bisher probiert habe, hat mir das am meisten geholfen. Da ich arbeite, bringe ich nicht so viel Zeit dafür auf, wie eigentlich vorgesehen wäre. Ich habe es meinen Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst. Ich benutze das Programm wie ein Werkzeugkasten und bediene mich der Werkzeuge, die mir am meisten helfen.

Vorweg möchte ich sagen, dass die Aufmachung der DVDs/Homepage keinen Design Preis gewinnen würde aber das nur am Rande, darum soll es ja hier nicht gehen. Ashok Gupta (so heisst der Mann, der das Programm entwickelt hat) wirkt überzeugend und motivierend und gibt 100 % in dem was er macht. Man hat wirklich das Gefühl, er weiss wovon er spricht und was CFS ist.

Das Programm beinhaltet nichts wirklich Neues sondern ist eine Mischung aus NLP,  Meditation, Visualisierung und Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Aber es ist gut zusammengetragen, sodass man nicht die ganze Energie für die Recherche passender Methoden aufbringen muss.

Das Programm kostet 140 Euro und dafür gibt es:
  • 14 Trainings Module, Gesamtzeit 18 Stunden, total 6 interaktive DVDs in englisch
  • 2 CDs mit 8 geleiteten Meditationen, wahlweise auf englisch oder deutsch
  • 1 Handbuch inkl. Arbeitsblättern in dem der ganze Inhalt der DVDs auf deutsch übersetzt ist
  • 1 CD auf der das gesamte Guptaprogramm auf deutsch gesprochen ist. Wer also nicht DVDs schauen mag, kann sich das Programm auch anhören (oder es lesen).
Was ich auch wichtig finde ist, die Skepsis einfach mal beiseite zu lassen und dem Training eine Chance zu geben. Denken ist eine gute Sache aber ich habe beschlossen, das Hinterfragen für ein mal sein zu lassen. Zudem ist dieses Training frei von Nebenwirkungen, erschwinglich und zur Persönlichkeitsentwicklung sogar für gesunde Menschen geeignet.

Ja und was hat sich für mich in diesen zwei Monaten verändert: Ich schlafe tagsüber seltener und die bleierne Müdigkeit hat etwas nachgelassen. Ich erinnere mich, dass ich vor ein paar Monaten grosse Angst hatte nie mehr gesund zu werden. Diese Gedanken plagen mich kaum mehr. Ich kann wieder mehr Kontakte pflegen ohne dass mich das zu sehr auslaugt. Ich bin mir bewusst, wie viele negative Gedanken in meinem Kopf herumschwirren und versuche diese zu unterbinden. Ich kann wieder weiter und besser gehen. Die grösste Veränderung hat definitiv im Kopf stattgefunden, ich spüre und achte viel mehr auf meine Reaktionen und Stressmuster. Und das Wichtigste zum Schluss: ich hatte endlich die Energie den 6 x 2-stündigen Einführungskurs im Bogenschiessen zu absolvieren!

Es ist sehr viel Material das da kommt und am Anfang war ich von der Fülle der Informationen etwas erschlagen. Klar denken mit "brain fog" ist eine Sache für sich. Aber man kommt schnell rein, einfach ruhig angehen, nicht stressen lassen und ansonsten im Forum um Hilfe fragen. 

Wie das Training funktioniert, könnt ihr zB hier nachlesen. Der Text ist sehr lang und ich bin nicht mit allem einverstanden was da steht aber es gibt einen detaillierten Einblick.

In die gleiche Richtung zielen übrigens der Lightning Process, der DNR Dynamic Neutral Retraining System von Annie Hopper, die Mickel Therapy und die Reverse TherapyAuch diese Programme scheinen gute Erfolge zu erzielen.


Geniesst den stürmischen Sonntag im kuschligen Zuhause.
Herzlich,
Christine


Sonntag, 11. Januar 2015

CFS: Was würde ich anders machen

Ich habe mich schon öfters gefragt, was ich im Verlauf der Erkrankung anders gemacht hätte, wenn ich gewusst hätte, was ich jetzt weiss.

Deshalb hier eine Auswahl meiner (vermeintlichen) Irrtümer:
  • ich hätte mich auf die Suche nach Genesungsgeschichten gemacht und ausschliesslich diese gelesen. Es gibt unzählige davon im Netz auch wenn einem immer zuerst die Horror-geschichten anzuspringen scheinen.
  • ich hätte Vitamine und Nahrungsmittelergänzungen nicht in der Schweiz gekauft und viel Geld gespart.
  • ich hätte viel früher gemerkt, dass etwas überhaupt nicht mehr stimmt mit meinem Körper und mich vom Arzt nicht über Jahre mit Eiseninfusionen abspeisen lassen.
  • ich hätte mich nicht noch mehr angetrieben und mehr Sport gemacht, im Glauben, ich müsste mich einfach mehr anstrengen.
  • ich hätte nicht so viele Stunden im Netz verbracht und nach einem Wundermittel gesucht.
  • ich hätte mich besser um meine Gedanken und Gefühle gekümmert.
  • ich hätte früher mit dem Gupta Programmbegonnen.
  • ich hätte nicht versucht Ärzte, Therapeuten und Freunde von der Krankheit überzeugen zu wollen.
  • ich hätte kein Belastungs-EKG gemacht.
  • und zu guter Letzt: ich hätte eher mit dem Blog schreiben begonnen.
Im Grossen und Ganzen denke ich, dass ich ganz viel richtig angepackt habe. Es braucht einfach Zeit, aus der Vielfalt von Informationen das Richtige herauszupicken. Ich habe durch diese Erkrankung einen Wandlungsprozess durchgemacht, auch wenn der nicht immer schön war und ist, und vieles gelernt.

Mich würde interessieren, was ihr anders machen würdet?

Herzlich,
Christine

Sonntag, 4. Januar 2015

Das Wort zum Sonntag ...

... kommt ausnahmsweise erst am Montag. Hier einmal mehr ein "fremder" Blogpost. Der Text ist  englisch und recht lang. Ich hoffe, dass ihr ihn auch so inspirierend findet, wie ich es tue.

Ich wünsche euch eine gute erste Woche im 2015.
Herzlich,
Christine


Couch-Potato

An alle Couch Potatoes und Bewegungsmuffel. Ich wünsche euch einen Tag mit CFS und ihr würdet es unglaublich schätzen, dass ihr einen Körper...